Brandt, Felix

Fundamental Aspects of Privacy and Deception in Electronic Auctions

Grundlegende Aspekte des Datenschutzes und der Täuschung in elektronischen Auktionen

Thesis

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Schlüsselwörter:

Mechanism Design, Game Theory, Cryptography, Cryptographic Protocols, Multiparty Computation

Spieltheorie, Kryptographie, Kryptographische Protokolle

TUB Systematik
WIR 917d; MAT 920d; DAT 465d
Schlagwortnormdatei
Electronic Commerce / Auktion / Datenschutz / Spieltheorie / Kryptologie
Sachgruppe der DNB
28 Informatik, Datenverarbeitung
ACM Computing Classification System
I.2.11 [Artificial Intelligence]: Distributed Artificial Intelligence - Multiagent Systems, J.4 [Computer Applications]: Social and Behavioral Sciences - Economics, E.3 [Data Encryption]


Dissertation eingereicht bei: Technische Universität München , Fakultät für Informatik, 2003-05-15
Tag der mündlichen Prüfung: 2003-08-13


Abstract in English

Auctions have become a major phenomenon of electronic commerce. Governments use auctions to sell spectrum licenses, millions of users trade goods in Internet auctions, and task assignment in multiagent systems as well as procurement in the "real world" is handled via auctions. The contribution of this dissertation is two-fold. The first part addresses strategic bidding whereas the second part deals with privacy issues. There are auction mechanisms that have been proven to lead to allocations of goods that maximize utility among participants (bidders and sellers) and to remove counter-speculation in the bid-preparation process. However, the theoretical model makes several restrictive assumptions to achieve those properties. For example, agreements between bidders (“bidder collusion”) or untruthful auctioneers are not considered. This thesis extends this list by adding the notion of “antisocial” agents, i.e., agents that intend to maximize their own utility while minimizing their competitors’ utilities. We present optimal antisocial bidding strategies and show that it is impossible to construct an auction mechanism that provides the properties mentioned above in the presence of at least one antisocial agent. In the second part of this thesis, the privacy of sealed-bid auctions is investigated. Traditionally, privacy is obtained by consulting a trusted third-party, the auctioneer. However, the correctness of the outcome and the privacy of bids completely depend on the trustworthiness of the auctioneer. The major contribution of this dissertation is the incremental development of distributed protocols that emulate auction mechanisms without relying on any trusted party. This is achieved by applying recently developed cryptographic techniques of secure multiparty computation and distributing the determination of the auction outcome on bidders. The proposed protocols are secure despite any collusion of bidders. Some of them even provide partial privacy against computationally unbounded adversaries.

Abstract in Deutsch

Auktionen spielen eine wesentliche Rolle im elektronischen Handel. Regierungen versteigern Lizenzen für Funkfrequenzen (wie kürzlich die UMTS-Mobilfunklizenzen), Millionen Bieter nehmen an Internet-Versteigerungen teil und Aufgabenverteilung in Multiagentensystemen sowie Beschaffung von Waren oder Dienstleistungen für Unternehmen erfolgen häufig durch Auktionen. Diese Arbeit gliedert sich in zwei Teile. Während sich der erste Teil mit strategischem Bietverhalten beschäftigt, werden im zweiten Teil Aspekte der Sicherheit und des Datenschutzes in Auktionen behandelt. Es gibt Auktionsmechanismen, die bewiesenermaßen zu einer Güterverteilung führen, die den Nutzen aller beteiligten Personen (Käufer und Verkäufer) maximiert, und die strategisches Bieten überflüssig machen. Um diese Eigenschaften zu garantieren, werden jedoch einschränkende Annahmen im zu Grunde liegenden theoretischen Modell gemacht. So werden beispielsweise Absprachen zwischen Bietern (sog. Kollusionen) oder betrügerische Auktionatoren nicht betrachtet. In der vorliegenden Arbeit wird diese Liste um sog. "antisoziale" Agenten ergänzt. Das Ziel dieser Agenten ist, neben der Maximierung ihres eigenen Nutzens, den Nutzen ihrer Konkurrenten zu minimieren. Es werden optimale Bietstrategien für antisoziale Agenten präsentiert und die Unmöglichkeit der Konstruktion eines Auktionsmechanismus gezeigt, der oben genannte Grundeigenschaften in Gegenwart von mindestens einem antisozialen Agenten aufweisen kann. Im zweiten Teil dieser Arbeit wird der Schutz von verdeckten Geboten (beispielsweise bei Ausschreibungen) untersucht. Üblicherweise wird die Vertraulichkeit von verdeckten Geboten durch die Zuhilfenahme eines Dritten, dem Auktionator, sicher gestellt. Die Richtigkeit des Auktionsergebnisses und der tatsächliche Schutz der Gebote hängen allerdings vollkommen von der Vertrauenswürdigkeit dieser Instanz ab. Der Hauptbeitrag dieser Dissertation ist die schrittweise Entwicklung von verteilten Protokollen, die Auktionsmechanismen nachbilden ohne sich auf vertrauenswürdige Instanzen zu stützen. Dies wird unter anderem mit kürzlich entwickelten, kryptographischen Verfahren wie "multiparty computation" und der Grundidee, die Bestimmung des Auktionsergebnisses auf die Bieter zu verteilen, erreicht. Die vorgestellten Protokolle sind sicher, unabhängig davon wie viele Bieter ihr Wissen teilen. In einigen können die Gebote selbst mit unbeschränktem Rechenaufwand nicht aufgedeckt werden.

Betreuer Brauer, W.; Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c.
Gutachter Bichler, M.; Univ.-Prof. Dr.

Upload: 2003-09-08
URL of Theses: http://tumb1.biblio.tu-muenchen.de/publ/diss/in/2003/brandt.pdf

Technische Universität München, Universitätsbibliothek
Arcisstr. 21, D-80333 München

Unversehrtheit der Publikation
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