Lammel, Christoph

Bewertung verschiedener Trainingsformen zur Prävention der Osteoporose anhand struktureller Anpassungen des Knochens und der Änderungen des Muskelstatus bei postmenopausalen Frauen

Exercise-related adaptations in bone strength and muscle force in osteopenic women

Thesis

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Schlüsselwörter:

Krafttraining; Gymnastik; Knochen; Frauen; Osteoporose; pQCT; DXA

exercise; bone; geometric adaptation; female; osteoporosis; pQCT; DXA

TUB Systematik
SPO 641d
Sachgruppe der DNB
33 Medizin


Dissertation eingereicht bei: Technische Universität München , Fakultät für Sportwissenschaften, 2003-08-18
Tag der mündlichen Prüfung: 2004-02-03


Abstract in English

Background: Bone has to adapt its strength to acting forces in order to tolerate physiological deformation. Besides bone mass and density, the bone geometry determines bone strength. The aim of the study was to investigate how far different training programs can cause such adaptive effects in elderly osteopenic women.
Methods: Controlled and randomized study in 69 healthy post-menopausal women aged 50 to 70 years. 20 women took part in a gymnastic training for the back (GT). 23 participants practised with vibrating training devices (VT), additionally. Further 26 women performed a resistance training (RT) at 60-80% of the 1-repetition maximum in combination with GT. Bone parameters at tibia and radius were analyzed every three months by pQCT as well as the area-related bone mass (aBMD) at lumbar spine (L2-4) and collum femoris sites by DXA at the beginning and at the end of the study.
Results: We found a significant increase of bone area at the femoral neck in the RT-Group and a reduced decrease of aBMD at the lumbar spine in all groups. The pQCT-analysis at the 66%-level of the tibia showed a tendency of both periostal and endostal bone formation in RT whereas GT showed rather age related changes.
Conclusion: Adaptive geometric changes of bone tissue could be observed also in older women. An improvement of the mechanical properties of bone of postmenopausal and osteopenic women in response to regular intensive resistance training is related more to geometric changes than to changes in BMD. Regular resistance training was most effective while the gymnastic training group showed rather age related changes. Compared to the resistance training the vibration training showed no additional effects.

Abstract in Deutsch

Problemstellung: Um alltägliche, physiologische Verformungen zu tolerieren, müssen sich Knochen in ihrer Festigkeit den einwirkenden Zug- und Druckspannungen anpassen. Auf Makroebene ist die Knochenfestigkeit abhängig von der räumlichen Anordnung der Knochenmasse, der Knochengeometrie. Sie ist entscheidend um Widerstand gegen Biegung und Torsion zu gewährleisten. Inwieweit verschiedene Trainingsformen bei älteren, osteopenischen Frauen Anpassungen bewirken können, war Gegenstand dieser Studie.
Methode: In einer prospektiv über 12 Monate geführten, kontrollierten und randomisierten Studie trainierten 69 Frauen im Alter von 50-70 Jahren über mindestens 40 Trainingswochen. Alle Teilnehmerinnen führten zweimal pro Woche unter Anleitung eine Wirbelsäulengymnastik durch, die vor allem Übungen für die rumpf- und wirbelsäulenstabilisierende Muskulatur beinhaltete und zu einer deutlichen subjektiven Anstrengung führen sollte. 20 der Studienteilnehmerinnen führten nur dies Gymnastikprogramm aus. 23 Teilnehmerinnen absolvierten im Anschluss an die Gymnastik zusätzlich ein kurzes, intensives Krafttraining mit vibrierenden Trainingsgeräten. Weitere 26 Frauen führten in Kombination mit WS ein konventionelles dynamisches Krafttraining bei 60-80% des Einwiederholungsmaximums durch. Untersucht wurden vierteljährlich Knochenparameter an Tibia und Radius mittels pQCT, zu Beginn und am Ende auch die flächenbezogene Knochendichte aBMD mittels DEXA an LWK 2-4 und Oberschenkelhals.
Ergebnisse: Die Veränderungen der physikalisch ermittelten Knochenparameter ließen eine Reduktion des altersbedingten Knochenverlustes an der Lendenwirbelsäule in allen drei Trainingsgruppen erkennen. Durch das konventionelle Krafttraining kam es im Bereich des Oberschenkelhalses zu Knochenanpassungen über eine signifikante Knochenquerschnittsvergrößerung. In beiden Krafttrainingsgruppen fand sich im 66%-Messbereich der Tibia ein reduzierter endostaler Knochenabbau im Vergleich zur Gymnastikgruppe mit einer signifikanten, altersentsprechenden Erweiterung der endocorticalen Fläche im Mittel um +1,6%.
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass auch bei älteren Frauen eine Anpassung der Knochenfestigkeit über geometrische Adaptationen geschieht. Durch intensives Krafttraining scheint es möglich, die Knochengeometrie im Sinne einer Festigkeitsanpassung positiv zu beeinflussen. Ein zusätzlicher Nutzen durch die oszillierende Stimulation konnte nicht festgestellt werden.

Betreuer Jeschke, D.; Univ.-Prof. Dr. med.
Gutachter Grosser, M.; Univ.-Prof. Dr. phil.
Gutachter Jeschke, D.; Univ.-Prof. Dr. med.

Upload: 2004-02-20
URL of Theses: http://tumb1.biblio.tu-muenchen.de/publ/diss/sp/2004/lammel.pdf

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Unversehrtheit der Publikation
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