Siegrist, Monika

Stellenwert verschiedener Trainingsprogramme in der Prävention der Osteoporose

Vergleich einer Wirbelsäulengymnastik mit einem konventionellen dynamischen Krafttraining und mit einem Krafttraining an oszillierenden Geräten im Hinblick auf Veränderungen von Knochenparametern und Muskelkraft sowie Befindlichkeit und Schmerzempfinden. Prospektive, randomisierte und kontrollierte Trainingsstudie über zwölf Monate

The Benefits of Different Training Programs in the Prevention of Osteoporosis

Thesis

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Schlüsselwörter:

Osteoporose, Krafttraining, vibrationsgestütztes Training, Knochen, Befindlichkeit

Osteoporosis, resistance training, vibration training, bone, well-being

Sachgruppe der DNB
33 Medizin


Dissertation eingereicht bei: Technische Universität München , Fakultät für Sportwissenschaften, 2003-07-21
Tag der mündlichen Prüfung: 2004-04-21


Abstract in English

In a 12-month prospective and randomized study with 69 postmenopausal osteopenic women, the effects of three different training programs on bone density and bone mass, muscle strength, maximal power, pain and well-being were analysed. 20 women took only part in a basic gymnastic program (BG), 26 women performed in addition to this program a resistance training (RG) (60-80 % of the 1-Repetition-Maximum, 1-RM), and 23 women performed the gymnastic program and two additional exercises with a vibration ground plate and a vibration dumb-bell (VG). 56 women have finished the study. Parameters indicating bone mass at spine and bone metabolism have shown no changes in all groups. An areal adaptation was observed at hip in the resistance training group. Women, who participated in the vigorous training groups (RG and VG) produced significant changes in 1-RM leg extension and arm flexion, whereas women who took only part in the basic program (BG) showed only improvements in leg extension. The ergometry resulted in an increase in relative power in the resistance group by unchanged lactate, so that the training may have led to a better work economy and an improvement in aerobic capacity. Participants in BG produced the best results concerning improvements of subjectively perceived well-being and pain. It can be concluded that gymnastic programs are as useful as resistance training regarding subjective parameters such as pain and well-being whereas adaptations in bone size are only seen with resistance training of high intensity.

Abstract in Deutsch

In einer prospektiven, kontrollierten und randomisierten Studie über 12 Monate an 69 gesunden postmenopausalen osteopenischen Frauen wurden die Auswirkungen verschiedener Trainingsprogramme auf Knochenstoffwechsel, Muskulatur, Befindlichkeit und Schmerzempfinden untersucht. 20 Frauen nahmen an einer Wirbelsäulengymnastik teil, 26 Frauen führten zusätzlich zur Wirbelsäulengymnastik ein konventionelles Krafttraining bei 60-80 % des Einwiederholungsmaximums durch, weitere 23 Frauen trainierten zusätzlich zur Gymnastik mit vibrationsgestützten (oszillierenden) Trainingsgeräten. 56 Frauen beendeten die Studie. Knochenmasse und –dichte blieben an der LWS in allen drei Gruppen unverändert, ebenso die Knochenstoffwechselparameter. Am Oberschenkelhals konnte in der konventionellen Kraft-Trainingsgruppe eine Zunahme der Knochenfläche beobachtet werden. In dieser Gruppe und in der oszillierenden Trainingsgruppe ergab sich ein deutlicher Zuwachs der Maximalkraft der Arme und Beine. Auch die Teilnehmerinnen der Wirbelsäulengymnastik konnten signifikante Verbesserungen der Beinkraft erzielen. Die dynamische muskuläre Leistungsfähigkeit verbesserte sich durch das konventionelle Krafttraining. Die deutlichsten Verbesserungen bezüglich Schmerzwahrnehmung und Befindlichkeit erreichten die Teilnehmerinnen, die nur an der Wirbelsäulengymnastik teil nahmen. Es kann gefolgert werden, dass eine Wirbelsäulengymnastik bezüglich der Verbesserung von Befindlichkeit und Schmerzwahrnehmung in der Osteoporose-Prävention ebenso sinnvoll eingesetzt werden kann wie Krafttraining, während geometrische Knochenanpassungen nur durch konventionelles Krafttraining zu erreichen sind.

Betreuer Jeschke, D.; Univ.-Prof. Dr. med.
Gutachter Grosser, M.; Univ.-Prof. Dr. phil., Dr. h.c.
Gutachter Jeschke, D.; Univ.-Prof. Dr. med.

Upload: 2004-05-12
URL of Theses: http://tumb1.biblio.tu-muenchen.de/publ/diss/sp/2004/siegrist.pdf

Technische Universität München, Universitätsbibliothek
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Unversehrtheit der Publikation
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